Auf dem Gelände Am Böllberg in Wetter‑Wengern wurde der 9. März 2026 als Frauenstreiktag bewusst genutzt, um ein sichtbares Zeichen für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung zu setzen. Anlass war der Aufruf des #TöchterKollektivs zu einem globalen Frauen*Generalstreik, den Birgit Reiche, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, an die Arbeitsbereiche weitergegeben hatte. In ihrem Impuls betonte sie die Bedeutung klarer Haltungen: „Frauenrechte sind Menschenrechte – und sie brauchen deutliche Stimmen – gerade heute.“
Menschen mit und ohne Behinderungen kamen auf dem Gelände zusammen und machten deutlich, dass der Einsatz für eine gerechtere Welt alle betrifft. Auf Plakaten und in kurzen Statements wurden zentrale Botschaften formuliert: „Nein heißt Nein“, „Mein Körper gehört mir“ und „Gleichberechtigung ist unverzichtbar“. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „Selbstbestimmung darf nicht vom Unterstützungsbedarf abhängen.“
Das FRAUENHEIM WENGERN bietet ein breites Spektrum an Wohn‑, Bildungs‑, Arbeits‑ und Unterstützungsangeboten für erwachsene Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung, chronischer Suchterkrankung sowie insbesondere für Frauen, die Gewalt oder Missbrauch erlebt haben. Die Arbeit orientiert sich an individuellen Bedarfen und zielt darauf ab, persönliche, gesundheitliche und soziale Stabilität zu fördern. Gegenseitiger Respekt, Gewaltfreiheit und politische Teilhabe bilden dabei zentrale Grundsätze.
Der Frauenstreiktag wurde so zu einem Moment des gemeinsamen Auftretens: Menschen aus unterschiedlichen Lebenssituationen machten deutlich, dass Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt keine abstrakten Forderungen sind, sondern grundlegende Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben.