Eine Workshop‑Reihe „Schutz und Sicherheit im Umgang mit Social Media“ unter Leitung von Melanie Houf fand in der ersten Augustwoche im Frauenheim Wengern statt. Die Schulung für Fachkräfte in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung vermittelte praxisnahe Strategien zu Datenschutz, Online‑Sicherheit, Fake News, Vertragsabschlüssen, Gewalt- und Gewaltdarstellungen sowie digitaler sexualisierter Gewalt.
„Mir wurde klar, wie schnell Menschen mit Behinderung online in gefährliche Situationen geraten können – und wie wichtig es ist, dass Fachkräfte gut vorbereitet sind“, teilte eine der Teilnehmerinnen mit. An drei aufeinander aufbauenden Terminen erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Überblick über Risiken und Schutzmechanismen im Netz. Neben Fachvorträgen boten interaktive Übungen, Fallbeispiele und Kleingruppenarbeiten die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und konkrete Handlungsschritte zu entwickeln. Ein Schwerpunkt lag auf der gemeinsamen Einrichtung sicherheitsrelevanter Smartphone‑Funktionen.
Besonders intensiv diskutiert wurden die Themen Extremismus in Social‑Media‑Feeds, der Umgang mit problematischen Inhalten sowie die Frage, wie Fachkräfte die Leistungsberechtigten bei der sicheren Nutzung digitaler Medien unterstützen können. Teilnehmende betonten die hohe Relevanz der Inhalte: „Die praktischen Beispiele haben mir gezeigt, wie ich im Alltag sofort sicherheitsrelevante Einstellungen verbessern kann.“
Der abschließende Vertiefungskurs widmete sich ausschließlich dem Themenfeld digitale sexualisierte Gewalt, ihren Erscheinungsformen und Präventionsstrategien.
Die Kursreihe wurde von AKTION MENSCH gefördert.
Die evangelische Erwachsenenbildung der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. ist Regionalstelle des Ev. Erwachsenenbildungswerkes Westfalen und Lippe, der anerkannten Einrichtung der Weiterbildung nach dem Weiterbildungsgesetz NRW im Trägerverein Ev. Erwachsenen- und Familienbildung Westfalen und Lippe e.V.