Die im Sommer gesammelten Briefe aus dem Gottesdienst zur Kommunalwahl wurden am 19. Januar dem neu gewählten Bürgermeister der Stadt Wetter, Hans‑Günter Draht überreicht. Die Übergabe erfolgte in der Stadtverwaltung durch Leitungspersonen des FRAUENHEIM WENGERN der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V., das den besonderen Gottesdienst Anfang August initiiert und durchgeführt hatte. Unter dem Leitwort „Achtet auf Frieden in der Stadt!“ waren damals Menschen aller Generationen und Lebenslagen eingeladen worden – unabhängig davon, ob sie selbst zur Wahl standen oder ihre Stimme abgeben konnten. Ziel war es, die Bedeutung der Kommunalwahl sichtbar zu machen und die Hoffnungen der Bürgerinnen und Bürger festzuhalten.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand eine Beteiligungsaktion, bei der die Anwesenden ihre Wünsche und Erwartungen an die zukünftige Stadtpolitik formulierten. Diese gesammelt, die nun – einige Monate nach der Wahl – an die Verantwortlichen übergeben wurden. Pfarrerin Birgit Reiche hatte den Gottesdienst mit den Worten beendet: „Wir wissen nun, was Euch wichtig ist. Eure Stimme zählt!“ Die Botschaft sollte deutlich machen, dass politische Teilhabe auch dort beginnt, wo Menschen ihre Anliegen äußern und Gehör finden.
Für das FRAUENHEIM WENGERN hat dieser Austausch eine besondere Bedeutung. „Gerade auf kommunaler Ebene stehen viele wichtige Entscheidungen bevor, die das Leben und Arbeiten im FRAUENHEIM WENGERN unmittelbar betreffen. Sie prägen den Alltag der Menschen, die hier begleitet und unterstützt werden“, betonte Gesamtleiterin Nadine Somer.
Mit der Übergabe der Briefe von Nadine Somer und Jens Becker an Bürgermeister Hans‑Günter Draht setzt das FRAUENHEIM WENGERN ein Zeichen für gelebte Demokratie und lokale Mitgestaltung. Der parteilose Draht, der seit Jahrzehnten in Wetter verwurzelt ist, kennt die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements aus eigener Erfahrung.
Die Übergabe der Briefe markiert den Abschluss eines Beteiligungsprozesses, der zeigt, wie wichtig Orte des Dialogs für eine lebendige Stadtgesellschaft sind. Das FRAUENHEIM WENGERN unterstreicht damit erneut seine Rolle als Raum der Begegnung, an dem Menschen ihre Perspektiven einbringen und gemeinsam Zukunft gestalten können.