Protesttanz gegen Gewalt

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Protesttanz gegen Gewalt (Februar 2022)

Fotos: EFHiW

„Erhebe dich für die Körper aller Frauen, Mädchen und die Erde.“ – so lautet das Motto für die diesjährigen Tanz-Demonstrationen am 14. Februar, um weltweit gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ein Zeichen zu setzen. Vierzig Frauen aus Wengern, Esborn und Alt-Wetter tanzten gegen Gewalt.

„AHA-Regeln einhalten, Nachverfolgung der Teilnehmerinnen, Impfstatus überprüfen, großen Raum mit Überdachung im Freien finden – das hat alles mehr Zeit in Anspruch genommen und hat uns mehr Kopfzerbrechen gemacht als die normalen Vorbereitungen. Texte schreiben, Reden einüben, Mut-Mach-Karten und Kette zum Sprengen basteln sind dagegen nichts“, meinten die Organisatorinnen. Zum Mittanzen motivierte das Tanz-Theater „Tanz“ unter der Leitung von Ilona Korge-Niehaus die Anwesenden. Ein paar Männer beteiligten sich auch, um gegen Gewalt gegen alle Geschlechter zu protestieren.

In der Remise - auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Werkstatt WfbM am Böllberg in Wetter-Wengern – fand der Protesttanz statt. Die Frauenbeauftragten der WfbM – Astrid Tremblau und Svenja Müller – assistiert von Sandra Förster bereiteten die Veranstaltung vor und meinten zum Schluss: „Die Arbeit hat sich gelohnt. Alle Frauen haben begeistert mitgemacht. Sogar die Sonne schien, als wir für Frauen und die Erde demonstriert haben.“

Jedes Jahr ist am 14.2. nicht nur Valentinstag, sondern auch die Aktion One billion rising der weltweit gefeierte Aktionstag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen*. One Billion Rising (OBR) (englisch für Eine Milliarde erhebt sich) ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für Gleichstellung. Sie wurde im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert.

Die eine „Milliarde“ deutet auf eine UN-Statistik hin, nach der eine von drei Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer Schweren Körperverletzung werden. Die Kampagne wurde im Rahmen der V-Day Bewegung gestartet. Es ist eine der größten Kampagnen weltweit zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen mit tausenden von Events in bis zu 190 Ländern der Welt.

Aufstehen gegen Gewalt an Frauen am 14. Februar - So heißt es in Wetter schon seit 2016. Nun ist weiterhin Pandemiezeit. In diesem Jahr können wieder einmal an diesem Tag nicht alle an bewährten Formaten teilnehmen. Die Frauenbeauftragten des FRAUENHEIM WENGERN (Wohnen und Arbeiten) der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen haben eine Videobotschaft erstellt - für Zuhause und für alle. Damit erinnern sie an das Unrecht und setzen ein Zeichen, das Zuhause und in Kleinstgruppen sichtbar sein kann.

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